Mirko Dölle

– Journalist –

vp1_12
Mein Elch, mein Belch, der BMW, die Bavette, meine Afrikanerin und meine Suzi

Mein Elch
Mercedes Benz A170L CDI
Modell: Cassic (W168.109) von 2002 (Mopf)
Kaufdatum: 07/2005
Kilometerstand: 56.000 km
Motor: 1,7 Liter CDI mit 70 kW / 95 PS
Schaltung: 5-Gang mechanisch
Extras: Klima, Radio, Vario-Rücksitzbank

Seit Juli 2005 bin ich Besitzer einer Feuerwehr-roten A-Klasse. Allein der Kauf bei der Mercedes-Benz-Niederlassung München war eine Odyssee, die lesenswert ist – hoffen wir, dass meine Erlebnisse nicht beispielhaft für Gebrauchtwagen-Verkäufe von Mercedes Benz sind. Nicht weniger spannend ist der Einbau der Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung, mal sehen, wann ich das Projekt abgeschlossen habe. Das erste gelungene "Tuning" war der Einbau eines zusätzlichen Stromanschlusses im linken Ablagefach im Kofferaum.

Erfahrungsberichte und Bastelanleitungen
  • Wir kaufen einen Elch: Ein Drama in fünf sechs Akten
    Als mein Urgestein (Audi 80 Typ 81) am 20. Juni 2005 den Geist aufgab, musste ich wohl oder Übel Ersatz beschaffen. Die A-Klasse war schnell als Nachfolger auserkoren, doch hätte ich mir nicht träumen lassen, dass es über drei Wochen dauern sollte, bis ich wieder motorisiert war. Abgeschlossen war der Kauf damit aber noch lange nicht...
  • Mehr Power für den Kofferaum: Die Stromversorgung für mein Akku-Ladegerät
    Außer dem Zigarrettenanzünder neben dem Aschenbecher haben die Ingenieure leider keinen Stromanschluss im Elch eingebaut. Für mein mobiles Akku-Ladegerät brauche ich aber Saft im Kofferraum, am besten auf der linken Seite, damit ich das Ladegerät im Ablagefach unterbringen kann. Leider hat Merceds Benz dort keine entsprechenden Kabel vorgesehen, so dass ich nicht umhin kam, selbst den halben Innenraum zu zerlegen und Kabel direkt von der Batterie nach hinten zu ziehen. Hier ist die ausführliche Umbauanleitung.
  • Instrumentenverkleidung über dem Kombiinstrument entfernen
    Bei Modellpflege-Elchen ist es mit dem richtigen Werkzeug sehr einfach, die Instrumentenverkleidung über dem Kombiinstrument abzubauen. Zwei Haken und ein wenig Geduld führen ans Ziel.
  • Kombiinstrument ausbauen
    Auf der Suche nach einem geeigneten Einbauort für die Funkfernbedienung habe ich das Kombiinstrument ausgebaut, was nicht wirklich schwierig ist.
  • Einbau der Funkfernbedienung, oder: Wie man auch ohne Dokumentation ans Ziel kommt
    Eigentlich dachte ich, dass die Funkfernbedienung bei Mercedes längst zum Standard gehört – doch weit gefehlt, bei meinem Elch gab es sie natürlich nicht. Laut Mercedes Benz lässt sich die FFB auch nicht nachrüsten, so dass sich diverse Einbausätze "speziell für die A-Klasse" bei Ebay als einziges jagdbares Wild erwiesen. Die böse Überraschung kam dann per Post: Dem Einbausatz lagen diverse Kabelbinder und eine lieblos kopierte "Einbauanleitung" bei. Statt der speziellen A-Klasse-Einbauanleitung gab es lediglich allgemeines Blabla, so soll ich die Funkfernbedienung an die Stellmotoren der Zentralverriegelung anschließen – dabei arbeitet der Elch mit einer Vakuumpumpe. Auch die Blinker-Ansteuerung funktioniert so bei einem Mopf-Elch nicht, die Lösung war der Einbau eines weiteren Relais für die Warnblinkanlage.
  • Nicht gleich den Anker werfen: Wir bauen Sportbremsscheiben ein und wechseln gleich die Beläge
    Dass man auch eine Menge Geld in einen Gebrauchten mit Garantie investieren kann, selbst während der Garantiezeit, musste ich schon bei der Kupplung lernen. Keine 9 Monate nach dem Kauf waren nämlich die vorderen Bremsklötze runter und, weil schon Metall auf Metall bremste, auch die rechte vordere Scheibe ziemlich riefig. Also hab ich gleich Sportbremsscheiben und nen Satz neuer Bremsklötze eingebaut. Das ist nicht weiter schwer, dachte ich mir. Denkste...
  • Die Sitzbelegungsmatte, das unbekannte Wesen
    Es kann jeden Elch treffen: Irgend wann leuchtet im Kombiinstrument die Airbag-Warnleuchte (SRS) auf und geht nicht mehr aus. Wenn dann noch die Beifahrer-Airbag-Leuchte auf der Mittelkonsole blinkt oder dauerleuchtet, ist die Diagnose recht einfach: Entweder der Airbag-Stecker ist aus der Buchse im Sitzgestell am Beifahrersitz gerutscht, oder die Sitzbelegungsmatte ist kaputt – letzteres ist ein ziemlich teures Unterfangen. Ich habe mal eine solche Sitzbelegungsmatte samt Controller/Steuergerät zerlegt.
  • Marder gegen Elch: Wie leicht der Turbolader außer Gefecht zu setzen ist
    Auch mein Elch wurde von einem Marder heimgesucht, was zum Ausfall des gesamten Turbolader-Systems führte und den Motor in den Notlauf zwang. Schuld daran war ein kleiner Gummischlauch, den man selbst unterwegs problemlos reparieren kann.
  • Mein Elch lernt Sprechen -- Einbau einer Freisprecheinrichtung
    Nicht nur weil es unser Gesetzgeber so vorschreibt, sondern rein wegen dem Komfort wollte ich schon immer eine Freisprecheinrichtung in meinem Elch haben. Aber keine mit Telefonkonsole und speziellen Halteschalen, sondern eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, die wie ein Bluetooth-Headset funktioniert. Hier beschreibe ich den Einbau der Freisprecheinrichtung Siemens HKW-600.
Bilder



Mein Belch
Mercedes Benz B180 CDI
Modell: W245 von 2011
Kaufdatum: 02/2013
Kilometerstand: 21.000 km
Motor: 1,8 Liter CDI mit 80 kW / 109 PS
Schaltung: 6-Gang mechanisch
Extras: Command, Klimaanlage, Easy-Vario-System

Anfang 2013 suchte ich einen Nachfolger für meinen roten Elch, der so langsam in die Jahre kam. Es sollte wieder ein Mini-Van mit hoher Variabilität und Ladevolumen sein, also sah ich mir auch den Opel Meriva und den VW Touran als Alternativen zur A- oder B-Klasse an. Beim Meriva war ich mit der Ausstattung nicht zufrieden und beim Touran weder mit der Sitzhöhe noch mit den Sitzen allgemein, bei einem Leihwagen konnte ich auch nach mehreren Tagen keine akzeptable Sitzposition finden. Somit blieb nur wieder ein Stern. Aufgrund des größeren Ladevolumens und des längeren Radstands sollte es diesmal eine B-Klasse werden. Und außerdem, wer A sagt, muss auch B sagen...

Das Nachfolgemodell W246 ohne Sandwich-Boden gefiel mir nicht, sodass es letztlich ein W245 (bis Ende 2011 gebaut) sein musste. Anfang 2013 war es schon ziemlich mühsam, noch einen Belch als Jungen Stern zu bekommen, erst in Frankfurt wurde ich überhaupt fündig -- nördlich davon war bis Hamburg nicht ein einziger Belch bei einem Mercedes-Händler zu finden.

Der Kauf gestaltete sich unerwartet schwierig, so durfte ich in der Niederlassung Frankfurt erst einmal über eine Stunde warten, bis überhaupt ein Verkäufer bereit war, mit mir zu sprechen. Inzwischen hatte ich alle drei infragekommenden B180 CDI gefilzt und wollte eigentlich nur noch eine Probefahrt machen. Das war aber völlig ausgeschlossen so ganz ohne Termin, ich hätte erst zwei Wochen später wiederkommen müssen, wenn ich die B-Klasse denn auch fahren wolle. Ich gewann den Eindruck, dass man mir eigentlich gar kein Auto verkaufen wollte, und verabschiedete mich.

Nur ein paar Kilometer weiter, bei der Niederlassung Offenbach, war das Bild komplett umgedreht: Nach wenigen Minuten hatte ein Verkäufer natürlich Zeit für mich, und weitere 30 Minuten später stand das Auto auch schon mit roten Nummernschildern zur Probefahrt bereit. Das überzeugte mich letztlich und so kaufte ich die B-Klasse auch gleich.

Die weiße Lackierung erwies sich übrigens als praktisch: Ich habe einen weißen retroreflektierenden Streifen ringsum angebracht und zudem an den Seiten und hinten einen roten, ebenfalls retroreflektierenden Streifen aufgeklebt. Zusammen mit ein paar Magnetschilder des DRK wird so aus meinem Belch im Handumdrehen ein Dienstfahrzeug, das zum Beispiel im Rahmen des Open Flair 2014 als Führungs- und Transportfahrzeug zum Einsatz kam.


Mein BMW
BMW 320i
Modell: E30 von 1984
Übernahme: 12/2011
Kilometerstand: 100.000 km
Motor: 2 Liter 6-Zylinder mit 92 kW / 125 PS
Schaltung: 5-Gang mechanisch
Extras: Chrom-Leisten und -Stoßstangen, Kassettenradio, Schiebedach

Der 3er BMW ist eins meiner Traumautos, mich begeistern die Front und der sehr lange Radstand der Limousine. Als mein ehemaliger Arbeitskollege und Freund Hans-Georg Eßer Ende 2011 nach Erlangen umziehen wollte, erzählte er mir von seinem Problem, noch ein drittes Auto unterstellen zu müssen -- den 3er BMW seines verstorbenen Großvaters, das er über viele Jahre in einer Tiefgarage eingelagert hatte. Letztlich entschieden wir uns, dass er es in meine Hände abgibt und ich mich künftig darum kümmern würde. So kam der BMW in meine Garage und wird seitdem in Schuss gehalten und regelmäßig gefahren. Demnächst wird das Schmuckstück 30 Jahre alt und dann zum Oldtimer.


Meine Bavette
Chevrolet Corvette C4
Modell: Convertible von 1990 (L98)
Kaufdatum: 04/2014
Kilometerstand: 86.000 km
Motor: 5,7 Liter V8 mit 182 kW / 250 PS
Schaltung: 6-Gang mechanisch
Extras: Sport-Ledersitze, Klima, Delco/Bose Audio System

Nach über einem halben Jahr Suche habe ich im April 2014 mein Traumauto gefunden, von dem ich schon seit 25 Jahren ein Bild über dem Bett hängen habe: Eine Chevrolet Corvette C4.

Bastelanleitungen:



Meine Suzi
Suzuki GS400 E
Baujahr: 1982
Übernahme: 02/2007
Kilometerstand: 48.000 km
Motor: 400 ccm mit 20 kW / 27 PS

Nachdem das Motorrad gut fünf Jahre Lang bei Thomas in der Garage herumstand und er von seinem Vater eine Yamaha Chopper bekommen sollte, war die Suzuki GS400 E überflüssig. Bevor er sie weggibt, dachte ich mir, reiße ich sie mir unter den Nagel. Gesagt, getan, eine Woche später hatte ich schon die ersten Ersatzteile.

Die erste Arbeit war, die Vorderbremse wieder gängig zu bekommen, denn sie klemmte fürchterlich -- beim Schieben blockierte das gesamte Vorderrad, weshalb ich kurzerhand den Bremssattel runterschraubte und mit einwenig Draht an den Rahmen band. Leider ohne ein Stück Holz zwischen die Bremsbeläge zu schieben.


Meine Afrikanerin
Honda XRV 750 "Africa Twin" RD07
Baujahr: 2001
Übernahme: 11/2011
Kilometerstand: 25.000 km
Motor: 750 ccm mit 44 kW / 60 PS

Als Thomas mich frage, ob ich vielleicht auch Interesse an seiner Afrikanerin hätte, war ich sprachlos: Das Motorrad ist ein absoluter Traum, super leicht im handling, kräftiger Motor und absolut unverwüstlich. Ich konnte nichts anderes als Ja sagen, so kam nach der Suzi auch die Afrikanerin in meine Garage.

Für das Open Flair 2014 lackierte ich die ursprünglich weiß-rot-blaue Maschine in rot-weiß um und benutzte sie als Dienstmotorrad auf dem Campingplatz -- der ideale Ort für eine Enduro. Da erwies sie sich auch als sehr nützliches Erkundungs- und Führungsfahrzeug. Die rot-weiße Lackierung ist aber nicht von Dauer -- der Tank und die hinteren Seitenabdeckungen habe ich mit Sprühfolie lackiert, die sich wieder abziehen lässt. Die Afrikanerin wird also demnächst wieder in ihrer Originallackierung zu sehen sein.


Seite drucken   Zum Seitenanfang
© Mirko Dölle Impressum